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Pranayama – Die Yoga-Atmung (5) |
Eine korrekte Atmung erfüllt zwei Hauptfunktionen: Erstens bringt eine richtige Atmung mehr Sauerstoff ins Blut und damit zum Gehirn und zweitens kontrolliert es Prana bzw. die Lebensenergie, was eine verstärkte Kontrolle des Geistes mit sich bringt. Bei einer intensiven Yoga-Praxis ist es nun wichtig, falsche Angewohnheiten zu ändern.
Richtiges Atmen heißt: immer durch die Nase vollständig ein- und ausatmen und nicht durch den Mund. Beim ausatmen zieht sich der Bauch nach innen, das Zwerchfell hebt sich und massiert dabei das Herz, beim Einatmen dehnt sich der Bauch nach außen und das Zwerchfell senkt sich wieder und massiert dabei die Bauchorgane.
Wechselatmung (Anuloma Viloma) Das linke Nasenloch ist der weg von Ida Nadi, das rechte von Pingala Nadi. Man atmet normalerweise ca. 1 Stunde und 50 Minuten durch das Ida-Nasenloch und die gleiche Zeit durch das Pingala-Nasenloch. Bei vielen Menschen ist dieser Rhythmus jedoch gestört. Die Wechselatmung stellt den gleichmäßigen Atemfluß wieder her und harmonisiert Prana (Lebensenergie) im Körper. Und so wird die Wechselatmung durchgeführt: Hierbei wird Vishnu Mudra angewandt, d.h. an der rechten Hand werden Zeigefinger und Mittelfinger angewinkelt. Der rechte Daumen verschließt das rechte Nasenloch und durch das linke Nasenloch einatmen, dabei bis vier zählen. Mit Ringfinger und Daumen beide Nasenlöcher verschließen, Luft anhalten und dabei bis zehn zählen. Durch das rechte Nasenloch langsam und gleichmäßig ausatmen und dabei bis acht zählen. Danach gleich durch das rechte Nasenloch wieder einatmen und wiederum bis vier zählen, Atem anhalten und beide Nasenlöcher wieder mit Ringfinger und Daumen verschließen und bis zehn zählen. Danach wieder acht Sekunden durch das linke Nasenloch ausatmen. Dies ist eine Runde. Man sollte als Anfänger zumindest mit sechs Runden beginnen und die Anzahl der Runden allmählich bis zu zwanzig Runden steigern, ebenso das Luftanhalten allmählich auf 16 Sekunden steigern. |