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Pranayama – Die Yoga-Atmung (2)
Hatha Yoga ist als “praktischer Aspekt von Raja Yoga” definiert worden und in diesem System finden wir auch die verschiedenen Atemübungen, die die Kontrolle der vitalen Kraft oder Prana (Lebensenergie) ermöglichen sollen. Alle Yogaübungen und die Ausübung von Pranayama haben diese Kontrolle des Pranas zum Ziel. Wir können die Wirkungen der Kontrolle des Pranas an allen großen Heiligen, Propheten und Yogis beobachten, die durch die Kraft dieser angesammelten Energie (Prana) den Prozeß der Entwicklung intensivieren und das allerhöchste Ziel des Lebens, die Freiheit oder das “Königreich des Himmels” erreichen konnten. Es gibt viele Folgeerscheinungen des richtigen Ausatmens, aber die bedeutendste ist Bewußtheit. Richtiges Atmen bewirkt eine strenge Umstellung unserer täglichen Gewohnheiten und macht uns auf irgendeine Weise wieder zum Herrn unseres Körpers. Bewußtes Atmen bringt eine bewußte Körperhaltung mit sich. Wie schon im ersten Teil der Pranayama-Reihe erwähnt, kann eine sorgfältige und bewußte Atmung von praktischer, täglicher Hilfe sein, kann die allgemeine Stimmung verbessern und trägt sichtbar zur Gesundheit und Vitalität bei. Jede Atemdisziplin dient dazu, unsere vitale Kapazität zu erhöhen. Das Bewußtwerden der Ausatmung wird zum wichtigsten Faktor. Wichtig ist, diese Gewohnheit zu kultivieren.

Wir stellen hier noch drei einfache Atemübungen vor, die sich jederzeit durchführen lassen:

1) Entspannendes Pranayama: (im Stehen, Sitzen oder Liegen) 4 Sekunden lang einatmen, 4 Sekunden lang die Luft anhalten, 8 Sekunden lang ausatmen, 4 Sekunden lang die Luft mit leeren Lungen anhalten.

2) Gehendes Pranayama: Bauchatmung mit den Schritten verbinden. Entweder die gleiche Anzahl der Schritte ein- und ausatmen oder doppelt so lange ausatmen.
 
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