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Pranayama – Die Yoga-Atmung (1)
Pranayama wird als Atemkontrolle definiert, umfaßt sie jedoch nicht die volle Bedeutung des Begriffes. Pranayama besteht aus zwei Wortstämmen: “Prana” bedeutet Lebensenergie oder Lebenskraft und Ayama bedeutet Erweiterung oder Ausdehnung. Pranayama bedeutet also Ausdehnung der Dimension von Prana. Pranayama-Techniken (Atemübungen) sind eine Methode, die Lebenskraft zu aktivieren und zu regulieren, um über die normalen Grenzen und Einschränkungen hinauszugehen und ein höheres Energieniveau zu erlangen. Auf die einzelnen Techniken werden wir in den nächsten Rundbriefen eingehen.


Wirkliche Atemkontrolle bedeutet, daß die Ausatmung gelernt wird, nicht die Einatmung. Die Energie wird durch die normale Befreiung des Atems am besten erneuert, nicht durch gewaltsames Vollpumpen der Luft. So können sich bei großer physischer Anstrengung die Kräfte durch Konzentration auf das langsame Ausströmen der Luft aus den Lungen erholen. Sorgfältige Atemkontrolle, mit Betonung der Ausatmung, hilft, bei jeder Art von Anspannung oder Streß zu entspannen. Die meisten Menschen sind halbe Atmer. Wir atmen ein, aber wir atmen nicht vollständig aus. Das Resultat ist, daß wir viel seufzen, ein Zeichen unseres Bedürfnisses, auszuatmen. Daraus kann man schließen, daß jede Verbesserung unseres Atems Körper und Geist erhellen und energetisieren. Ein sorgfältige und bewußte Atmung kann von praktischer, täglicher Hilfe sein, kann die allgemeine Stimmung verbessern und trägt sichtbar zur Gesundheit und Vitalität bei.

Hier nun zur praktischen täglichen übung zwei Grundatmungsarten, nämlich die Bauchatmung (Zwerchfellatmung) Technik: Einatmen – Bauch hinaus, ausatmen – Bauch hinein. Gleich lang ein- und ausatmen (ca. 3-4 Sek.) und die vollständige Yoga-Atmung – bei anstrengender körperlicher Betätigung, immer wenn mehr Sauerstoff benötigt wird; bei Asanas und fortgeschrittenem Pranayama.
 
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