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Zur Meditation bedarf es eines ruhigen, klaren, reinen, subtilen, scharfen, stetigen und einpünktigen Verstandes. Brahman ist rein und feinstofflich, und es bedarf eines reinen und feinstofflichen Geistes, um sich Brahman zu nähern.
Wenn man Feuer an grünes Holz legt, wird es nicht brennen; wenn man Feuer an ein Stück trockenes Holz legt, wird es sofort Feuer fangen und brennen. Ebenso wird der Mensch, der seinen Geist nicht gereinigt hat, nicht das Feuer der Meditation entfachen können. Er wird schlafen oder träumen - Luftschlösser bauen - wenn er sich zur Meditation setzt. Wer aber die Unreinheiten des Geistes durch Japa, Dienen, Barmherzigkeit, Pranayama usw. gereinigt hat, wird in tiefe Meditation eintreten, sobald er sich zur Meditation setzt. Der reine reife Geist wird sofort im Feuer der Meditation brennen.
Für die Meditation muß alles sattwig gemacht werden. Der Ort der Meditation muß sattwig sein. Das Speisen müssen sattwig sein. Die Kleidung muß sattwig sein. Die Gesellschaft muß sattwig sein. Die Sprache muß sattwig sein. Das, was man hört, muß sattwig sein. Das Denken muß sattwig sein. Das Lernen muß sattwig sein. Alles muß sattwig sein. Nur dann ist ein guter Fortschritt im Sadhana möglich, im besonderen für Anfänger.
Meditiere zu Brahma Muhurta. Das ist die beste Zeit für die Meditation. Der Geist ist in den frühen Morgenstunden klar und ruhig. Der Geist ist in dieser Phase wie ein leeres Blatt Papier oder eine reine Schreibtafel und relativ frei von weltlichen Samskaras oder Eindrücken. In dieser Phase kann man den Geist leicht formen, so wie man will. Man kann den Geist jetzt leicht mit göttlichen Gedanken erfüllen.
Es gibt spirituellen Einfluß und dann geheimnisvolle Stille. Alle Heiligen und Yogis meditieren zu dieser Zeit und senden ihre spirituellen Schwingungen in die ganze Welt. Du kannst von ihren Schwingungen großen Nutzen haben, wenn Du Dein Gebet, Dein Japa und Deine Meditation zu dieser Zeit beginnst. Du brauchst keine Mühe aufzuwenden. Der Zustand der Meditation kommt von selbst.
Meditiere regelmäßig und systematisch täglich zur selben Zeit. Du erreichst dann leicht die meditative Stimmung.
Ein stiller Ort mit spirituellen Schwingungsbedingungen, ein kühler, sattwiger Ort in gemäßigtem Klima wie Uttarkashi, Rishikesh, Lakshmanjhula, Kankhal oder Badrinarayan ist ein unerläßliches Mittel für die Konzentration des Geistes und die Meditation, denn das Gehirn erhitzt sich während der Meditation. Die Ufer des Ganges oder des Narmada, die Himalajalandschaft, hübsche Blumengärten, heilige Tempel - das sind die Orte, die den Geist in Konzentration und Meditation erheben. Bediene Dich ihrer.
Du kannst nur dann meditieren, wenn der Geist jenseits aller Ängste ist. Alle physischen Aktivitäten müssen vollständig beendet werden, alle Verhaftungen müssen fünf, sechs Jahre lang an der Wurzel ausgerottet werden, wenn man Dhyana Yoga zu üben wünscht und Gott durch Konzentration des Geistes verwirklichen möchte. Das Lesen von Zeitungen und Briefverkehr mit Freunden und Verwandten muß vollständig eingestellt werden, da sie Ablenkung des Geistes verursachen und die Gedanken an die Welt verstärken. Zurückgezogenheit für eine Periode von fünf, sechs Jahren ist |