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Amerikanischen Nachforschungen zufolge ist die Hälfte der Weltbevölkerung hungrig und unterernährt, und davon hat fast die Hälfte kaum genügend Nahrung zum Überleben. Das Welternährungsdefizit beträgt über 8 Millionen Tonnen. Nutzen wir das Land in der praktischsten und produktivsten Art und Weise?
Etwas mehr als die Hälfte der ertragsreichen Äcker in den USA wird mit Tierfutter bepflanzt: 91% des Getreides, 77% des Sojabohnenmehls, 64% der Gerste und 88% der Haferernte wird an Tiere verfüttert, anstatt dem Menschen zugute zu kommen. Wenn diese riesigen Nahrungsquellen wieder für den menschlichen Verbrauch zurückgeleitet würden, verschwände der gegenwärtige Nahrungsmangel, und es gäbe stattdessen einen bemerkenswerten Überschuß.
Es ist offensichtlich, daß dem menschlichen Bedarf an Eiweiß schlecht gedient ist, wenn große Mengen pflanzlicher Nahrung als winzige Mengen von Eiweiß wieder zum Menschen zurückkehren.
Der Verschwendungsanteil ist weit größer, als wir es uns leisten können. Man darf auch nicht annehmen, daß die Qualität des pflanzlichen Proteins der des tierischen in irgendeiner Weise unterlegen ist. Tatsächlich sind viele der konzentrierten Proteinquellen des Pflanzenreiches (dazu gehören vor allem Nüsse und Samen, grüne Blattgemüse, Weizenkeime, Sojabohnen u.s.w.) in völligem Aminosäurengleichgewicht und vollkommen geeignet für menschliche Bedürfnisse. Jede Proteinnahrung kann mit einer anderen harmonisch verwendet werden, um vollständige Proteinkombinationen zusammenzustellen.
Es ist eine große Tragödie unserer Zeit, daß die reichen Nationen sogar riesige Mengen von Nahrungsmitteln von den armen Nationen importieren. England importiert zum Beispiel von Indien jedes Jahr ungefähr 100 Tausend Tonnen Material, welches zur Herstellung von Ölsamenkuchen verwendet wird. Es weist einen hohen Proteingehalt auf. Es wurden schon Methoden entwickelt, dieses hochqualifizierte Protein für den menschlichen Gebrauch zu gewinnen. Aber die 100 Tausend Tonnen Material für Ölsamenkuchen pro Jahr werden dazu verwendet, die großen Mengen fabrikgezüchteter Schlachttiere Englands ernähren zu helfen, damit die englische Bevölkerung sich weiterhin an dem hohen Cholesteringehalt ihrer Ernährung erfreuen kann. In ähnlicher Weise führt Europa von Afrika vergleichbare Mengen solchen Materials als Viehfutter ein. Diese Mengen würden mindestens das Proteindefizit dieser armen Gebiete der Welt ausgleichen. |