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Die Ernährungsregeln im Yoga sind als Teil des gesamten Yoga Systems zu sehen.
Yoga-Ernährung erfüllt folgende Kriterien:
- Sie ist gesund, erhöht Deine Energie und geistige Wachheit
- Sie entspricht den Anforderungen der Yoga-Schriften (wie Bhagavad Gita, Hatha Yoga Pradipika)
- Sie entspricht den auch in der westlichen Ernährungswissenschaft anerkannten Prinzipien der Vollwertkost
- Sie schmeckt ausgezeichnet
- Sie ist einfach und unkompliziert zuzubereiten.
“Einfaches Leben, erhabenes Denken”, war ein Leitmotiv von Meister Sivananda.
Yogis sagen, daß die Ernährung gleichzeitig für den physischen Körper, den Energiekörper, den emotionalen und den intellektuellen Körper gesund sein sollte. Hier liegt der große Unterschied zwischen dem yogischen Ernährungssystem und vielen anderen Ernährungssystemen. Der Yogi bedenkt nicht nur die Wirkungen der Ernährung auf den physischen Körper, sondern auch auf die Lebensenergie, die Gefühle und die geistigen Fähigkeiten. Für den Yogi ist der Mensch weder der physische Körper noch der Geist. Für den Yogi ist der Mensch die Seele, die einen physischen Körper und einen Geist besitzt. Die Ursache allen Leidens ist die falsche Identifikation mit diesen beiden Faktoren, die unser Bewußtsein begrenzen. In Wahrheit ist der Mensch reines Bewußtsein, reine Seligkeit. Alles Wissen ist im Inneren. Der wahre Mensch ist unsterblich.
Das Ziel des Lebens ist es, sich dieses reinen Zustandes wieder bewußt zu werden. Deshalb stellt der Yogi alle Aspekte seines Lebens in den Dienst dieser vordringlichen Aufgabe: sein Selbst zu verwirklichen, das identisch ist mit der universellen Seele oder Gott. Er widmet sich spirituellen Disziplinen wie Meditation, Asanas (Körperstellungen), Pranayama (Atemübungen). Er paßt dem auch sein tägliches Leben an: seine Freizeitbeschäftigungen, die Einstellung zu seiner beruflichen Tätigkeit, seine Schlafgewohnheiten, seine Handlungsweise, sein Denken. Und natürlich...: seine Ernährung. Die Ernährung muß also der Erlangung dieses Hauptzieles dienlich sein. Deshalb muß sie den physischen, energetischen, emotionalen und intellektuellen Körper in einen Zustand bringen, der dazu angetan ist, zu dieser Wahrheit zu gelangen. Daher muß sie gleichzeitig gut sein für den physischen Körper, die Lebensenergie, für die Emotionen und für den Verstand.
Gut für den Körper heißt gesund, nahrhaft, ohne Giftstoffe. Gut für die Energien heißt, daß die Nahrung uns neue Kraft und innere Ruhe gibt. Gut für die Gefühle heißt, daß wir sie genießen können, daß sie uns gut schmeckt, unseren Sinnen Befriedigung schenkt. Das schließt ein, daß kein Gedanke, auch kein unbewußter, an Töten usw. vorhanden sein darf (also kein Fleisch). Gut für den Verstand heißt, daß die Nahrung unsere Gedanken subtiler macht, unsere Konzentrationsfähigkeit, unser Erinnerungsvermögen, unsere Intuition und die Fähigkeit zur Meditation steigert. |