|
Die tägliche Morgenroutine |
Eine ayurvedische Morgenroutine ist ein ganzheitliches Reinigungsprogramm für die fünf Sinnesorgane, die Schleimhäute und Stoffwechsel. Oft sind unsere Sinnesorgane nicht mehr fähig, die schönen Dinge des Lebens wahrzunehmen, die feinen Gefühle und Energien aufzufangen, die uns umgeben.
Wir sind abgestumpft durch den stressigen Alltag, die Augen sind müde von Computerarbeit und zu viel fernsehen, die Nase ist von Staub verstopft, die Ohren von Straßenlärm abgestumpft. Dafür gibt es einfache Methoden - die man allmählich in seine morgendliche Routine einführen kann - um alle Sinnesorgane zu reinigen. Je nachdem, wie man Zeit hat, kann das komplette Programmdurchgeführt werden, oder auch - je nach Befindlichkeit und Notwendigkeit - nur Teile hier-aus.Nachstehend findest Du ein Programm für Deine Morgenroutine, durch das Du Tag für Tag Gesundheit, Vitalität und Schönheit aus Deiner inneren Kraft erfahren kannst.
1.) Trinke nach dem Aufstehen gleich ein Glas warmes Wasser. Dies regt den Stoffwechsel in seinen Ausscheidungsfunktionen an. Regelmässiger Stuhlgang ist wichtig, um die Gesund- heit zu erhalten. Unregelmässigkeiten und Verstopfung sind die ersten Zeichen von un- ausgeglichenen Doshas.
2.) Beginne dann damit, die Zähne gründlich zu putzen und den über Nacht angesammelten Belag auf der Zunge mit einem speziellen Zungenschaber, oder einem Teelöffel zu ent- fernen.
3.) Nimm anschliessend einen Esslöffel voll Sesam- oder Sonnenblumenöl in den Mund und schiebe im Mund und besonders zwischen den Zähnen hin und her. Mach dies mindestens zwei, besser drei Minuten lang und spucke das Öl dann aus. Diese Prozedur kräftigt das Zahnfleisch, löst Giftstoffe im Mund- und Rachenraum, die sich über Nacht angesammelt haben, stärkt die Stimme und verhindert Karies und Parodontose und strafft sogar den Teint.
4.) Wenn Du Dich morgens müde und schlapp fühlst, kannst Du Deinen gesamten Körper trocken mit einer Bürste - oder noch besser - mit einem Garshan-Handschuh (Rohseiden-Handschuh) abbürsten.
5.) Wer noch genügend Zeit hat, kann den Körper vor dem Duschen noch mit Öl einmassieren (eine Anleitung für eine ayurvedische Selbstmassage findest Du unter: http://yoga-vidya-roedermark.de/yoga/ayurveda/ayurveda-selbstmassage.yoga und das Öl während der nächsten Schritte einziehen lassen. Diese Öl-Selbstmassage kann auch auf das Wochenende verlegt werden.
6.) Besonders in der Herbst- und Winterzeit empfiehlt es sich, eine Nasenspülung mit lau- warmen leicht gesalzenen Wasser vorzunehmen. Während dieser Zeit kann das Öl auf dem Körper einziehen. Gib nach der Nasenspülung noch einen Tropfen Öl oder Ghee in beide Nasenlöcher und massiere die Nasenwände sorgfältig ein. Das Öl hilft gegen trockene Nasenschleimhäute.
7.) Danach können noch ein paar kurze Atemübungen oder leichte Yogaübungen durchgeführt werden
8.) Nun geht es unter die Dusche. Wer sich eingeölt hat, spült jetzt die Gift- und Schlak- kenstoffe, die das Öl freigesetzt hat, mit einer milden Seife oder Duschgel wieder ab. Wer zu sehr trockener Haut (Vata-Menschen) neigt, kann sich dann noch einmal mit einer Körperlotion eincremen.
9.) Zum Abschluß trinke noch 1-2 Gläser warmes (Ingwer-)Wasser, das Du auch den gesamten Tag über verteilt trinken solltest. Warmes Wasser entschlackt den Körper, mit frischem Ingwer gekochtes Wasser stärkt noch zusätzlich die Verdauungskraft.
Die Morgenroutine kann nach und nach in Deinen Alltag integriert werden. Nimm wöchentlich immer einen neuen Punkt hinzu. So überforderst Du Dich nicht und Du gewöhnst Dich lang- sam aber stetig an eine neue Morgenroutine und Du wirst merken, dass Du Dich dabei jeden Tag besser fühlen wirst.
Am besten Du übst diese Routine am Wochenende in aller Ruhe. Mach doch ein Beauty-wochen- ende daraus und Du kannst erholt in die neue Woche starten. Für dieses Wochenende kannst Du noch ein ayurvedisches Menü einplanen. Hierzu ein Vorschlag für ein fruchtiges Chutney, passend zur Jahreszeit. |